Nachlese 1 … Reise in die Vergangenheit

Das erste Augustwochenende haben Conny und ich in unserer „alten“ Heimat Hoyerswerda verbracht. Bei sehr hochsommerlichem Wetter … das Thermometer stieg auf bis zu 38°C, nutzten wir die Zeit für einen ausführlichen Spaziergang durch unser altes Revier – die inzwischen gar nicht mehr so neue Neustadt von Hoyerswerda.

Fast hatten wir vergessen, wie grün die Stadt ist. Vieles hat sich in den letzten 20 Jahren, seid wir nicht mehr dort leben, verändert. Ganze Häuserzeilen fehlen. Es steht z.B. keines der Häuser mehr, in dem ich damals aufwuchs. Aber genauso oft erinnerten wir uns an Strassenecken, an Momente, bei denen Conny und ich bereits vor über 20 Jahren entlang spaziert sind – auf dem Weg zum Sport, in die Disco oder einfach so 😉 … Damals hatten wir natürlich noch keinen Blick für das architektonische Konzept und die Gestaltung dieser künstlichen Stadt.  Heute überrascht uns das moderne klare Konzept. Die Gruppierung einzelner Wohnviertel um eine „Versorgungseinrichtung“ bestehend aus „Kaufhalle und Wohngebietsgaststätte“. Die Viertel sind quasi ein Museum der DDR-Architektur der 40 Jahre Ihres Bestehens. Erste, noch  Stein auf Stein erichtete Häuser. Dann die ersten Hochhäuser aus standardisierten Betonplatten-Elementen bis hin zur wirklich hässlichen Platte, die Synonym für eine Vielzahl solcher „Arbeiterschliessfächer“ im Osten wurde. Dazwischen aber viel Grün, die Strassen führten aussen herum und wir konnten als Kinder sicher vor den Häusern spielen.

Am zweiten Tag fuhren wir mit einem weiten Umweg durch die entstehende Lausitzer Seenlandschaft nach Dresden und schlenderten durch diese baroke Stadt bei gleissendem Sonnenschein. Die „alte“ Landschaft rund um unseren bevorzugten Badesee bei Senftenberg hat sich vollkommen verändert. Neue Seen sind aus alten Tagebaugruben entstanden. Der Lauf des Flusses Schwarze Elster wurde verändert und neue Kanäle mit Schleusen und Kanaltunneln steigern den Freizeitwert der Gegend enorm. Der neue Stadthafen von Senftenberg verbindet Stadt und See städtebaulich sehr gut miteinander und ganz sicher werden wir im nächsten Sommer mit Fahrrad und Paddelboot alles noch genauer erkunden.

 

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