Tausendundeinenacht

Day_3.1

Heute sind wir im orientalischen Märchen-Iran angekommen. Eine Etappe von 250 Kilometer in unserem bequemen Bus hat uns über Qom nach Kashan gebracht. Gerade sitzen wir im Garten unter Sternen. Ein Springbrunnen mit Bassin erfrischt die Luft und sorrgt für A Abkühlung … sitzen ist nicht richtig – wir lümmeln auf einem Diwan. Unser Hotel ist ein historisches Gebäude im alten Stadtkern von Kashan. Um einen grossen Innenhof mit Garten sind reihum unsere Zimmer in den ehemaligen Räumen der hier lebenden Familie untergebracht. Es erinnert sehr an die Märchen aus Tausend und einer Nacht … steile Treppen führen an Holztüren vorbei auf ein flaches Dach, von dem aus man einen Ausblick auf die Stadt, Wüste und angrenzende Berge hat. Die Minarette der Moscheen ragen aus dem Meer der Dächer heraus.

Sehr passend dazu sind wir gerade mit mehr Zeit als gestern über den Basar von Kashan gelaufen. Basar bedeutet hier ein Gewirr von vielen überdeckten Gassen, die sich kreuzen und zu grösseren Räumen mit fantastischen Kuppeldächern weiten. Treppen führen hinauf und hinab und unzählige kleine und mittlere Läden offerieren ihre Waren. Wir werden von den Händlern aber nicht angesprochen, man kann ganz in Ruhe die Stoffe, Schmuck, Gemüse, Fleisch, Teppiche, Gewürze und und und bewundern. Viele Menschen schlängeln sich durch die Gassen – die meisten Frauen sind fast vollkommen schwarz verschleiert.

Zuvor besuchten wir die attraktive Gartenanlage „Fin-Garten“, ein historischer, von hohen Mauern umgebener Park mit typsch persischer Gartenarchitektur. Wasserläufe mit kleinen Fontänen durchziehen den Park und die Pavillons. Sie sorgen für Erfrischung, da es inzwischen doch recht warm ist. Im Park herrscht eine erfrischende Stimmung, ganz anders als die Eiöde inklusive Salzsee, durch die wir hierher fuhren. Das Grün belebt und eine Mädchen-Schulklasse tobt laut durch den Park. Die Mädchen kichern viel und wollten unbedingt ein Bild von sich mit Christiane und dann auch mit Sebastian. Immer gekoppelt mit der Frage nach unserem Namen und aus welchem Land wir kommen. Ein Ladenbesitzer meinte, dass es alles wilde Teufel wären und sein Laden gleich hier ist 🙂 …

In der Stadt trafen wir später wieder auf diese Gruppe und das Gekicher begann von vorn, aber sie wussten noch unsere Namen. Wir sahen uns ein historisches Gebäude an, mit der typischen oben beschriebenen Form – natürlich üppig verziert. Die Kuppeln sind bunt bemalt oder mit Kacheln verkleidet. Besonders gefällt es mir, wenn viele kleine Kuppeln eine halbrunde Form bilden … Es wirkt wie eine Höhle. Das Gebäude wurde mit einem Windturm gekühlt und belüftet. Im Kellerraum war es deutlich kalt. Die Aussenwände der Gebäude waren mit einem „Wärmedämmverbundsystem“ aus Stroh ud Lehm verkleidet und seit hunderten von Jahren recht gut im Sommer vor der glühenden Sonne geschützt. Bauphysik ist nichts Neues und enorm spannend 😉

Day_3.2

Spannend sind auch unsere Gespräche mit Iran über ihre Zeit in diesem Land, Ihre Erlebnisse aus den frühen achtziger Jahren. Ebenfalls ist unser Guide sehr hilfreich. Sehr engagiert und informativ erklärt er uns Vieles … Es ist bequem zu reisen, ohne ständig den Reiseführer studieren zu müssen … Informationen werden diesmal konsumiert. Wir lernten neben anderen praktischen Dingen bereits die persischen Zahlen von 1 (١) über die 5 (٥) bis zur (٩) …

Viel Erlebtes … wir erzählen gern mehr ….

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