28/08/2014 Saas Fee/ Britanniahütte auf 3030m über dem Meer

Thomas, Sven und ich sind am frühen Morgen ins Wallis gestartet um das lang geplante „Projekt 4000“ umzusetzen. Mit der Bergschule Uri (www.bergschule-uri.ch) durften wir zusammen mit 3 weiteren Mitwanderern und einem Bergführer eine Ausbildung zum sicheren Bewegen im alpinen Geländer erleben. Wir hatten grosses Glück mit dem Wetter, seid dem Morgen schien uns die Sonne vom blauweissem Himmel. Bereits die Anfahrt über den Brüning und Grimselpass, dann hinab ins Wallis bot spektakuläre Aussichten. In Saas Fee traf sich die Gruppe und wir vervollständigten unsere Ausrüstung um Steigeisen, Eispickel und Klettergurt.

Der Tag war zum Eingewöhnen und ohne wirklich grössere Herausforderungen – dachte ich zumindest. Der Aufstieg erfolgte speditiv mit der Seilbahn bis zum Felskinn auf 3000 Meter. Das dünne Wanderhemd wurde recht schnell zu kühl und ein Pullover notwendig.

An einer sonnigen Stelle zwischen Fels und einem Schneefeld starteten wir unsere Ausbildung mit der Knotenlehre. Nun beherrsche ich mehr oder weniger – bei mir brauchte es doch mehrere Anläufe – den doppelten Spierenstich und Prusik (ein Klemmknoten 😉 … nachdem die „Knöpfe richtig sassen unterwies uns Florian – unser Bergführer – im richtigen Gebrauch des Eispickels. Das Teil ist ein geniales Universalwerkzeug in den Bergen. Wirklich genial war die Übung, mit Hilfe derer man zur Rettung eines in eine Gletscherspalte Gefallenen einen Fixpunkt in einem Schneefeld machen kann. 6 ausgewachsene Männer konnten sich problemlos an diesem Punkt sichern, ohne das der Pickel aus dem Schnee glitt.

Danach hiess es das erste mal für mich mit Steigeisen über ein Schneefeld bis zur Britanniahütte zu laufen – eine gewöhnungsbedürftige Sache, die dann aber von Tag zu Tag leichter und „normaler“ wurde. Die Steigeisen ermöglichen einen super Halt auf einem Untergrund, auf dem ich zuvor eher unsicher rutschend mich mehr auf allen vieren vorwärts bewegt hätte.

Die Britanniahütte ist ausreichend komfortabel und am Donnerstag Abend noch angenehm „leer“ – unser Schlaflager für 11 ist mit 6 nicht zu voll.

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