Blog für Martin (KunstParadeMeerNatur)

Unser guter Freund Martin (beste Grüsse ins vermutlich grau, kalte Hagen 😉) fragte berechtigterweise nach, wo der nächste Blog bleibt … wir widmen uns tatsächlich bei dieser Reise sehr dem Geniessen und zu wenig dem Schreiben.

An den fehlenden Erlebnissen liegt es nicht.

Nachdem wir uns am ersten Tag des neuen Jahres den Wind am Kap ordentlich um die Nase haben wehen lassen, verbrachten wir den 2. Januar wieder mitten in der Stadt. Kapstadt entwickelt sich sehr dynamisch. Die City hat sich in den letzten Jahren enorm verändert und ist an anderen Stellen gleich geblieben. Das Café „le petit tarte“, zum Beispiel, in welchem wir den besten Carrot Cake der Stadt vor 6 Jahren schon geniessen konnten, gibt es am Rand des Boo Kaps immer noch … und der Kuchen ist sowohl genauso mächtig und legger, wie in unserer Erinnerung.

Aber das Gebiet zwischen Boo Kap und der Waterfront, vor dem uns unsere damalige Vermieterin warnte, es zu Fuss zu durchqueren hat sich vom dreckigen Hafen-Industrie-Viertel zu einem modernen Stadtteil entwickelt. Ein Wasserlauf durchzieht das Gebiet. Auf dem Wasser ist ein „hop on hop off“ Boot unterwegs und scheucht die Standup Paddler vor sich her. Das sehr auffällige Wahrzeichen des neuen Viertels ist das aus der übrigen Bebauung herausragende Zeiss MOCAA … ein ehemaliges Getreidesilo umgebaut zu einem spektakulären Kunstmuseum, was unbedingt besucht werden muss. Das MOCAA präsentiert die Kunstsammlung des Herrn Zeiss (ehemals Vorstandsvorsitzender von „PUMA“) der eine grosse Sammlung moderner afrikanischer Kunst, vor allem aus Südafrika und Simbabwe zusammengetragen hat. Die gezeigte Kunst lohnt den Besuch ebenfalls … mir gefielen besonders die multimedialen Installationen.

Beeindruckend ist zudem die Architektur des Gebäudes. Aussen und Innen ist die Industrievergangenheit klar abzulesen. Grosse Fensterflächen mit wabenförmiger Verglasung erinnern an die Lichtquelle in einem Leuchtfeuer eines Leuchtturms. Das riesige Foyer des Museums ist in Form eines elliptischen Körpers in die dicken Betonröhren, in welchen früher das Getreide gebunkert wurde, geschnitten. Eine gotisch anmutende Kathedrale für die moderne Kunst. Die ehemaligen Silos sind von oben mit dicken Glasflächen bedeckt und Marie und ich stellten sich unseren Ängsten und hüpften über den „zerbrechlichen“ Fussboden. Fazit: absolutes „must“ bei einem Besuch in der Stadt.

Für uns blieb es weiterhin farbenfroh. Wir wanderten zurück ins Boo Kap mit seinen bunten Häusern und schauten uns mit den Einwohnern des Viertels an einer der breiteren Strassen die „Tweede Nuwe Jaar Cape Town Street Parade 2019“ an. Die Parade ist ein historischer Umzug der farbigen Bewohner der Stadt … immer am zweiten Tag des Jahres, da am ersten Tag des neuen Jahres ja die „weisse Herrschaft“ nicht auf die Dienste ihrer Angestellten verzichten wollten. Über 50 Kaapse Klopse (lustiger Name der organisierenden Klubs … vermutlich etwas vergleichbar mit den Fastnachtszünften bei uns zu Hause) zogen farbenfroh gekleidet und tanzend zu lauter, handgemachter Musik an uns vorbei. Auf ein durch die Musik vorgegebenes Kommando fangen die Gruppen aus Kleinkindern, Jugendlichen, älteren Teilnehmenden, Frauen und Männern an zu tanzen. Der Menschenwurm zieht wogend und zum Teil wilde Grimassen ziehend, winkend und lachend die Strasse hinunter. Bei solchen Temperaturen und mit dem Gefühl für Rhythmus in den Beinen wäre ich auch bei uns bei der Fasnacht dabei 😇 …

Den dritten Tag des Jahres haben wir etwas ruhiger, die Sonne geniessend verbracht. Wir sind in den Ozean am Strand von Muizenberg gesprungen, haben die wilden Wellen genossen und danach Maries Falaffel Stand ihrer Capetown Zeit von vor 5 Jahren wieder gefunden und den besten Falaffel Burger der Stadt genossen.

PS: für Martin: dranbleiben, es wird fortgesetzt und bleibt spannend 😉

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